Freitag, 10. Juli 2015

[Rezension] Rauklands Sohn (Jordis Lank)

(c) Verlagshaus el Gato

Ausgabe:mobi

Seiten: 364

ISBN/ ASIN: B00BCKYMKQ

Verlag: Verlagshaus el Gato

Erschienen: 07.02.2013







Ich danke zunächst ganz herzlich dem Verlag und der Autorin, dass ich das Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe!
 
Ronan, Sohn des Königs von Raukland, verpatzt eine sehr wichtige Schlacht um Raukland. Durch seine Schuld müssen viele Menschen sterben oder werden schwer verwundet. Sein Vater, außer sich vor Zorn, schickt ihn zur Strafe in ein fremdes Land, um es zu erobern. Dort muss Ronan binnen Jahresfrist verschiedene Aufgaben lösen, die schier unmöglich scheinen. Einsam und allein, von den Dorfbewohnern gehasst und gemieden, muss er einen Freund finden, der ihm zur Seite stehen kann. Wird ihm dies gelingen und wird dieser Freund ausreichende Unterstützung sein? Und seines Vaters Zorn ist nicht die einzige Gefahr, die ihm droht.

Ich habe schon länger kein Fantasybuch dieser Art gelesen und war nach dem Ende des Buches sehr begeistert. Schon der Anfang war sehr packend, obwohl es an sich keine actiongeladene Szene oder ähnliches gibt. Aber der Leser wird direkt ohne viel Federlesen in die Geschichte geworfen und befindet sich mitten im Abenteuer. Schon mit der ersten Zeile hingen meine Augen ganz gebannt an den Zeilen. Die Geschichte ist durchweg flüssig geschrieben. Es gab keinerlei Stolpersteine, verschachtelte Sätze oder missverständliche Formulierungen. Erzählt wird sie aus der Sicht des allwissenden Erzählers. Der Erzähler hat es sehr gut verstanden, mal den einen, mal den anderen Charakter näher unter die Lupe zu nehmen und dessen Sichtweise wiederzugeben. Und ich wusste immer, welche der Figuren gerade beleuchtet wurde.

Die Autorin hat die Figuren und Schauplätze nach und nach liebevoll gezeichnet. Für mich blieb keine Figur blaß im Hintergrund, mit jeder konnte ich etwas anfangen. Ronan, der Protagonist der Geschichte, sowie auch Liam waren mir beide sympathisch, obwohl gerade Ronan an sich nicht viel Anlass dazu gegeben hat. Und doch konnte die Autorin so viel Gefühl transportieren, dass ich in der Lage war, mit ihm zu fühlen. Ich spürte seine Wut, seinen Trotz, seine Ausweglosigkeit. Generell konnte ich in jedem Satz die gesamte Atmosphäre spüren. Die Autorin hat alles so real beschrieben, als wäre der Leser stiller Beobachter vor Ort. Die Figuren sind ebenfalls alle authentisch. Mit der ein oder anderen kann man sich identifizieren, mit der anderen eher nicht. Manche mag ich, manche nicht. Ganz wie im richtigen Leben.

Die Geschichte dreht und windet sich ständig, ist dauernd in Bewegung. Es gibt so viele Überraschungen, mit denen ich gar nicht gerechnet habe. Die Spannung bleibt durchweg erhalten und wird von einigen Spitzen in die Höhe getrieben. Und immer gab es diesen Zwiespalt in mir, zu wem ich halten soll. Die Figuren entwickeln sich immer weiter mit der Geschichte mit, aber es gibt auch immer wieder Rückschläge und auch Situationen, die ich nie einzuschätzen wusste. All dies macht diese Geschichte zu einem richtig tollen Lesevergnügen. Zum Ende der Geschhichte sind alle Fragen beantwortet. Ich blieb gesättigt an dem Buch und völlig zufrieden zurück.

Aber das absolute Highlight an diesem Buch waren für mich die Outtakes, Sätze mit missverständlichen Schreibfehlern bzw. Formulieren. Einfach herrlich. Diese sollte man sich am Schluss nicht entgehen lassen.

Ein Buch über Freundschaft und Liebe, aber auch Hass und Verrat. Eine Geschichte über Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, die das Schicksal zusammengebracht hat. Ich freue mich jetzt schon auf den Teil 2 der Trilogie und lege euch diesen Band 1 wärmstens ans Herz. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

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